Denkmalschutz für die Alte Schule Aubing: Gespräche mit dem Landesamt für Denkmalpflege endgültig gescheitert

Nach einem Spitzentreffen im Landesamt für Denkmalpflege am 2. Juni 2017, an dem Staatsminister a.D. Dr. Otmar Bernhard MdL, Staatsminister a.D. und Vorsitzender des Landesdenkmalrats, Dr. Thomas Goppel MdL, Generalkonservator Matthias Pfeil, Dr. Susanne Fischer, Dr. Irlinger und Dr. Körner vom Landesamt sowie Werner Dilg und Klaus Bichlmayer vom Förderverein teilnahmen, ist die Forderung, die erste Schule Aubings unter Denkmalschutz zu stellen, wohl endgültig zu begraben. Nach einer längeren Diskussion, bei der wir insbesondere noch einmal auf die geschichtliche Bedeutung der Schule und ihre weitgehend erhaltene Grundstruktur hinwiesen, erklärte Matthias Pfeil kategorisch, dass eine Eintragung der Schule in die Denkmalliste nicht in Frage käme. Man wolle unter anderem kein Prozessrisiko eingehen. Außerdem sei im Hinblick auf die kürzlich vom Landtag beschlossene Änderung des Denkmalschutzgesetzes dieses Gebäude durch den Ensembleschutz bereits ausreichend geschützt. Nach übereinstimmender Einschätzung der Amtsvertreter wird der Ensembleschutz für den Dorfkern seine erneute Überprüfung im Jahr 2018 positiv bestehen. Schließlich wies der Generalkonservator auf die Ergebnisse der Untersuchungen der MGS nach dem neuartigen Kommunalen Denkmalkonzept hin, die das Landesamt der LH München mit dem dringenden Wunsch, daraus eine Bauleitplanung für den Dorfkern zu erlassen, übergeben werde. Längerfristig würde so auch dem Anliegen des Fördervereins hinsichtlich der Alten Schule Rechnung getragen. (kb)


Kunst im Vorbeigehen: Wer weiß wo?


In seiner Kooperation mit dem Kulturzentrum UBO 9 zeigt der Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing ab sofort im Seminarraum eine kleine Ausstellung, die den Titel hat: Kunst im Vorbegehen: Wer weiß wo? Lothar Epe, Mitglied des Vorstands des Fördervereins, zeigt in großformatigen Fotografien, gruppiert um das Dorfmodell von 1809, eine kleine Auswahl von Kunstwerken, die für jeden sichtbar an vielen Stellen im 22. Stadtbezirk aufgestellt sind und darauf warten, entdeckt zu werden. Die Bilder können bis September immer zu den Öffnungszeiten des Kulturzentrums besichtigt und das damit verbundene kleine Ratespiel gelöst werden.


Vorstellung der Ergebnisse der vertieften städtebaulichen Untersuchung des Dorfkerns Aubing


MGSMit über 80 Bürgerinnen und Bürger aus dem Dorfkern von Aubing und den angrenzenden Gebieten war die Informationsveranstaltung der Münchner Gesellschaft für Stadtsanierung (MGS) sehr gut besucht. Die an der Untersuchung beteiligten Büros und Experten berichteten ausführlich über ihre Ergebnisse der vertieften städtebaulichen Untersuchung und fassten die positiven und negativen Befunde in ihren Vorträgen und auf den Plakaten ausführlich zusammen.

MGSAm meisten interessierten die Teilnehmer die Expertenvorschläge zur Lösung der aufgedeckten Problembereiche, insbesondere der verkehrlichen Situation im Ortskern. Nach den Vorträgen bestand die Möglichkeit zu Rückfragen an den Plakatwänden und zu Beiträgen in der Diskussion.

Zur Frage, wie es denn jetzt weitergehe, erläuterte Regine Wagner, Teamleiterin der MGS, dass die Ergebnisse für die Stadtverwaltung jetzt aufbereitet würden. Voraussichtlich sei im Frühjahr 2018 dann mit einem Beschluss des Stadtrats zur Städtbauförderung für den ensemblegeschützten Ortskern Aubings zu rechnen.

Pressemeldungen:

SZ am 3.4.2017


Konzerte 2017 in St. Quirin


Am Samstag, 17. Juni 2017, findet um 20 Uhr in der Reihe der "Konzerte in St. Quirin" die nächste Veranstaltung statt. Im Mittelpunkt steht dieses Mal die „Misa de Ana“, eine Messe für die Heilige Anna (bolivianisch Ana), die von Ana Cristina Cespedes, Guiller Romero, Ramiro Uribe und Regine Noßke gespielt und gesungen wird. Im zweiten Teil des Konzerts werden noch andere Stücke bolivianischer Musik zu hören sein. Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Deckung der Kosten wird gebeten.

Die „Misa de Ana“ wurde von Ana Cristina Cespedes, einer in Bolivien bekannten Sängerin (la voz de Bolivia, Stimme Boliviens), die seit einigen Jahren in Diessen lebt, geschrieben. Der für die bolivianische Folklore typische Klang entsteht durch die Besetzung mit Gitarre, Harfe, Geige und vor allem durch die Charango, einer kleinen Variante der Gitarre. Guiller Romero ist gebürtiger Peruaner, lebt aber derzeit in Aubing, ebenso wir Regine Noßke. Ramiro Uribe stammt aus Ecuador.

Konzertübersicht zum Download


Das Dorfmodell von Aubing ab sofort im Kulturzentrum ubo9


Zur Wiedereröffnung des Kulturzentrums ubo9 kehrt auch das Dorfmodell, das Aubing in der Zeit von 1810 zeigt, wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück. Es war von Mitgliedern des Fördervereins zur 1000-Jahrfeier von Aubing im Jahr 2010 nach den ersten Katasterplänen von 1809/10 gebaut worden. Während der Renovierung von ubo9 stand es im Ärztezentrum Freiham.


Die Dokumentation der Ausstellungen zum Ensembleschutz ist erschienen


Mit der großzügigen Unterstützung der LH München wurde es jetzt möglich, die beiden Ausstellungen zum Ensembleschutz, die Ende März 2016 im Kulturzentrum UBO 9 gezeigt wurden. Ab sofort ist die Broschüre beim Vorstand, beim Aubinger Herstfest und dann in der Genossenschaftsbank München eG an der Bergsonstraße kostenlos erhältlich. Über diesen Link kann die Broschüre auch heruntergeladen werden.


Unsere aktuellen Aktivitäten zum Ensembleschutz des Dorfkerns


Der Förderverein ist gegenwärtig eng in die laufenden vorbereitenden Untersuchungen der Münchner Gesellschaft für Stadtsanierung (MGS) eingebunden. Durch diese Untersuchungen nach BauGB§141 Abs. 3, die der Stadtrat am 16.3.2016 für den Ortskern Aubing beschlossen hat, sollen Beurteilungsgrundlagen über die Notwendigkeit einer Sanierung, insbesondere über die denkmalschutzrechtlichen, sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge gewonnen werden. Aufgrund seiner sehr guten Ortskenntnis und insbesondere wegen des langjährigen Engagements für den Ensembleschutz tritt der Förderverein als Berater für die MGS auf. Vor kurzem fand mit Mitarbeitern des Landesamts für Denkmalpflege, der MGS und dem Planungsbüro LARS Consult ein Rundgang durch den gesamten Ortskern statt, bei dem alle Gebäude nach den Gesichtspunkten denkmalgeschützt, strukturbildend und/oder ortsbildprägend bewertet wurden. Außerdem ist derzeit ein Konzept in Bearbeitung, das sich mit der Frage beschäftigt, wie und wann die Ergebnisse der laufenden, nicht nur auf den Denkmalschutz bezogenen Ergebnisse der Untersuchungen in den dafür vorgesehenen Öffentlichkeitsphasen vorgestellt und mit den Bürgern diskutiert werden sollen.


Unser Aubing - Zwischen gestern und morgen


Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat Anfang 2012 nur unter erheblichen Auflagen einer Fortsetzung des Ensembleschutzes für den ehemaligen Dorfkern Aubing zugestimmt. Im Blick auf die erneute Überprüfung im Herbst 2016 hat in den vergangenen Jahren hat erfreulicherweise hinsichtlich der Baukultur im Ensemblegebiet bei Behörden und Bürgern ein zukunftsweisender Umdenkprozess eingesetzt. Ihn zu dokumentieren, aber auch eindringlich vor der Gefahr zu warnen, die ein Erlöschen des Ensembleschutzes für den Dorfkern heraufbeschwören würde, hat der Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing e.V. unter dem Motto „Unser Aubing – Zwischen gestern und morgen“ eine Ausstellung organisiert.

Die Ausstellung fand im Kulturzentrum UBO 9, Ubostraße 9, in 81245 München-Aubing statt.

Gleichzeitig wurden unter dem Titel „Durchwegungen“ eine Ausstellung mit großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien gezeigt, die sich zum Ziel gesetzt hatte, auf die zahlreichen Über- und Unterführungen im 22. Stadtbezirk einen besonderen Blick zu werfen. Die Bilder wurden von Klaus Bichlmayer mit einer Leica-Kamera aufgenommen.

Eine Dokumentation beider Ausstellungen ist in Vorbereitung.


Die Urkunden-Tafel in Aubing


Viele Bewohner des 22. Stadtbezirks werden sich bestimmt noch an die erste große Ausstellung im Kulturzentrum UBO 9 erinnern, die im Jubiläumsjahr 2010 auch die Urkunde König Heinrichs II. zeigte, auf der Aubing (damals Ubingun) zum ersten Mal vor 1000 Jahren urkundlich erwähnt worden war.

Fünf Jahre nach dem Festjahr und fast auf den Tag genau fünf Jahre nach der Enthüllung des 1000-Jahre-Steins am Pfarrerbergl in Aubing hat nun auch diese Urkunde in Form einer schön gestalteten Tafel in der Aubinger Öffentlichkeit einen würdigen und dauerhaften Platz bekommen. Entwurf und Ausführung sowie die Finanzierung der Tafel hat der Förderverein 1000 Jahre Urkunde Aubing e.V. übernommen.

Die Urkunden-Tafel wurde aufgestellt auf der Grünfläche an der Einmündung Zwillergasse-Schwemmstraße in Aubing, und mit einer kleinen Feier am Samstag, 17. Oktober 2015, um 10:30 Uhr enthüllt.


Der Aubing-Kalender 2017


Der Aubing-Kalender des Fördervereins für das Jahr 2017 ist reich bebildert und zeigt, wie die Aubinger feiern. Der Kalender ist in wenigen Exemplaren noch erhältlich beim Vorstand des Fördervereins.


"Bauen in Aubing" 3. Auflage


Am 12. Dezember 2011 stellten der Förderverein 1000 Urkunde Aubing e.V., das Aubinger Archiv e.V. und die Bürgervereinigung Aubing-Neuaubing eine Broschüre vor, die sich unter dem Titel "Bauen in Aubing" zum Ziel gesetzt hat, mit Empfehlungen für eine Bauweise zu werben, die das Ensemble des Dorfs nicht weiter beschädigt bzw. stärkt, und die die Aubinger motivieren möchte, den Ensemblecharakter zu erhalten.

Die Broschüre ist in der 3. Auflage (2016) über diesen Link online abrufbar (pdf-Datei, 0,9 MB). Erläuterungen hierzu in diesem Text. Die dritte Auflage ist gedruckt in der Genossenschaftsbank, in der Filiale der Stadtsparkasse in der Altostraße und beim Förderverein erhältlich.

 


Schee, dass gwen is'! Der Film zum Festjahr


Am 9. Dezember 2011 lud der Förderverein zu einer Filmpremiere ein: Unter dem Titel "Schee, dass gwen is'" wurde eine Filmdokumentation der Veranstaltungen des Festjahrs vom Festgottesdienst im April bis zum Silvesterfeuerwerk präsentiert, die vom Movie Team Video aus Weilheim im Auftrag des Fördervereins erstellt wurde. Die DVD kann direkt bei Movie Team Video unter folgender Adresse bestellt werden: info@movie-team.de

Wenn Sie in den Film mal reinschauen wollen, klicken Sie einfach hier (über youtube).


 

Zum Inhalt

Ziele

Zweck des Vereins ist die Förderung der Kultur und Heimatkunde im 22. Stadtbezirk der LH München.

Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Planung, die Koordination und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen für das Festjahr 2010 anlässlich der erstmaligen urkundlichen Erwähnung Aubings im Jahre 1010, durch das Abhalten von Vorträgen, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen über die geschichtliche Entwicklung und durch die Herausgabe einer Festschrift zum Jubiläumsjahr. Der Verein wird auch als Förderkörperschaft i. S. d. § 58 Nr. 1 AO tätig. Er beschafft Mittel und leitet diese an steuerbegünstigte Körperschaften zweckgebunden für die Förderung der Heimatkunde weiter.